6. Tag, Auf dem Big-Salmon-River
Montag, 23. August 1999
Nachdem Tom noch einmal die Strecke überprüft hat, geht's los. Wir haben eine gemütlich Fahrt vor uns. Dank der Strömungsgeschwindigkeit von 8 - 10 km/h kommen wir ohne grosse körperliche Anstrengung gut voran. Unterwegs bleibt immer wieder Zeit die Natur zu betrachten. Am Vormittag sichten wir eine Bärin mit 2 Jungen. Allerdings dauert es zu lange um die Kamera aus dem wasserdichten Sack auszukramen. Als ich die Kamera bereit habe sehe ich nur noch die zurückschlagenden Äste der Büsche. Na, auf ein Neues.
Nach dem Mittag (Müsli) geht es weiter. Auch jetzt können wir Tiere in der Wildnis beobachten. Im Unterschied zur Bärenfamilie sitzt der Weißkopfseeadler auf seinem Ast wie angebunden oder ist er etwa ausgestopft? Dann fliegt er aber doch davon. Es ist schon imposant wie sich dieser Vogel in die Höhe quält, dann aber in der Luft elegant gleitet.
Eine kleine Reisegruppe hat auch seine Nachteile. Gottlob und ich sind jeden dritten Tag mit Küchendienst dran. Für das heutige Abendessen (Krautnudeln mit Speck) hat sich Tom etwas ganz besonderes ausgedacht: Es gibt Dessert! Da ich durch mein Nickerchen etwas zu spät zum Küchendienst erscheine, bleibt mir die Zubereitung des Mousse. Mangels eines Kühlschranks nutze ich den Fluss um die Speise zu kühlen. Dieses kulinarische
Highlight hat einen weiteren Nachteil: den Abwasch. Dieses Camp hat von Reinhard den Namen Speck-Hau-Weg-Platz erhalten. Offensichtlich lag es an der Unmenge von Speck in unserem Essen. Dieses Camp ist sehr gut gewählt, zum einen finden alle einen geeigneten Platz für ihr Zelt und zum anderen haben wir einen sehr schönen (erhöhten) Blick auf den Fluss.
